Schlafwandler (Imitation und Ahnung)

Adaption des Romans von Hermann Broch

14.01.2020 19:30, Brünn, Hadivadlo, Alfa pasáž, Poštovská 8d

© www.HaDivadlo.cz

Nur tschechisch

„Sind wir verrückt, weil wir noch nicht verrückt geworden sind?“

Pasenow oder die Romantik, Esch oder die Anarchie, Huguenau oder die Sachlichkeit. Ein Katalog von „Schlafwandlern“, die zwischen Fanatismus und Nihilismus wandern, geschrieben im Wertevakuum des Zwischenkriegs-Deutschlands.

Der legendäre Roman des europäischen Modernisten Hermann Broch ist ein einzigartig herausforderndes, geschlossenes System. Ein radikales Konzept von Kunst als Hilfe, anstelle von Kunst als passivem Konsum von Schönheit. Broch war Zeitgenosse von Musil, Kafka, Joyce und Canetti und Inspiration für Milan Kundera und debattiert über die Geburt des Kitschs als Sehnsucht nach Einzigartigkeit und als Beginn unseres gegenwärtigen Übels. Der Welt droht die Kulissenhaftigkeit!

In der radikalen Adaption von Ivan Buraj entsteht vor uns auf der Bühne die Schlafwandlerbar namens Bei Broch, in der es für alles zu spät und trotzdem noch nicht vorbei ist. Die Stammgäste bilden einen Katalog einer Zeit, die dringend auf ihren Erlöser wartet. Wie aber kann man Christus vom Antichrist unterscheiden? Brünner „alternative“ Schauspieler sitzen in der ersten Leseprobe, da kommt ein Regisseur aus Deutschland – Hans Buch. Er verspricht Kunst, doch wir wollen Sicherheit! Gibt es die denn überhaupt? Ist unsere Zeit kompliziert oder machen die Intellektuellen sie kompliziert? Brauchen wir Krisen? Die Broch-Brille aufsetzen! An die Grenze des Fragens gelangen. Die Mauern unserer Realität spüren. Den Horizont des Möglichen sehen. Etwas muss passieren!

Die Inszenierung wurde vom Festival ...příští vlna/next wave... 2017 als Projekt des Jahres ausgezeichnet, war für den Josef Balvín Preis 2017 nominiert und von der Zeitung Divadelní noviny als „Erfolg des Monats“ bezeichnet.

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