13.10.2011 17:00, Opava, Slezská univerzita, Masarykova 37, posluchárna M8
Nur deutsch
„einschlafgeschichten“ (2003) heißt Achleitners erster reiner Prosaband. Die hier versammelten kurzen Geschichten sprühen regelrecht vor absurdem Humor. Da erkundigt sich ein feiner Filzstift bei seinem Vater, einem fetten Textmarker, warum er ewig ein Kopfarbeiter sein müsse, da gehen Druckwelle und Dauerwelle eine Beziehung ein, um kleine Dauerdruckwellen oder Druckdauerwellen zu zeugen – bei Achleitner ist einfach alles möglich!
„der springende punkt“ (2009) umfasst Prosa der vergangenen drei Jahre, die Friedrich Achleitner für die Tageszeitung Der Standard geschrieben hat. Die Texte drehen sich um Kurzschlüsse und Leberwürste, berichten vom Verein freischaffender Snobisten, zeigen "Druck- und Tüchtigkeitsfehler" auf und führen plausibel vor Augen, wie es mit Hilfe von Fenstertagen gelingen kann, Atheisten von der Notwendigkeit eines heiligen Jahres zu überzeugen.
Friedrich Achleitner (*1930) ist eine der vielseitigsten Persönlichkeiten des österreichischen Kulturlebens. Bereits während seines Architekturstudiums war er Ende der 50er Jahre neben H. C. Artmann, Konrad Bayer, Gerhard Rühm und Oswald Wiener prägendes Mitglied der avantgardistischen „Wiener Gruppe“. Er war Hochschulprofessor an der Akademie der bildenden Künste und der Universität für angewandte Kunst. Achleitner ist Architekturkritiker, Literat, Poet – kurz: ein Großbaumeister der Sprache.
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